Schnecken-Infos

Das Terrarium

"Terrarien-Größe

Wenn die Schnecken noch klein sind, sollte auch die Terrariengröße angepasst werden. Schnecken mögen es eher eng. In zu großen Terrarien kann es vorkommen, dass sie sich gegenseitig und ihr Futter nicht finden.

Beispiel: 1 cm große Schnecken sollten in kein 60 cm x 30 cm x 30 cm großes Terrarium einziehen, sondern zunächst noch etwas wachsen.





Wie groß ein Terrarium grundsätzlich sein soll, kann man so pauschal nicht sagen, da die Größe des Beckens sich immer nach der jeweiligen Schneckenart richtet. Aber mit einem 60x30x30cm oder 80x40x40cm großen End-Becken kann man schon ne Menge anfangen.

Wie groß das jeweilige Terrarium für die jeweilige Schneckenart sein soll, könnt ihr hier ausrechnen lassen: Snail-Calc

Anfangs, wenn die Schnecken noch klein sind, kann man aber auch zuerst Faunaboxen oder andere transparente Boxen (z.B. von Ikea) verwenden.



Erreichen der Luftfeuchtigkeit

Ein Schneckenterrarium muss belüftet sein, ganz klar.
Aber nicht zuviel, denn dann geht einem die Luftfeuchtigkeit flöten. Wenn man Boxen oder Aquarien verwendet, eignen sich Plexiglasplatten am Besten, in die man winzige Löcher bohrt (Akkuschrauber).

Terrarien haben ja bereits Lüftungsschienen. Die kann man bei Bedarf mit Gewebeklebeband abkleben.
Dann sprüht man einmal oder mehrmals täglich mit einer Pflanzenspritze ins Terra hinein.



Einrichtung

Merke:
Da Schnecken sich gern mal von oben fallen lassen, sollte man nichts Hartes, wie Stein, Keramik etc. im Becken verwenden!  Ansonsten können sie sich unter Umständen schwere (ja, sogar lebensgefährliche) Gehäuseschäden zuziehen.

Grundausstattung
:
- 2 Plastikteller
- 1 Badeschale
- Humus / Bodensubstrat
- Kalk
- Sepiaschale
- Pflanzen (echte oder künstliche)
- Kletteräste / Korkröhren
- Thermometer
- Hygrometer
- Wasserspritze

Einsatz der Grundausstattung:
Die Plastikteller dienen als Futterschalen. Damit wird verhindert, dass das Gemüse/Obst mit Substrat paniert wird. Wobei das auch nicht schädlich wäre. Es sieht nur nicht so schick aus.

Man braucht einen für Obst/Gemüse und einen für Kalkbrei.

Die Badeschale sollte ebenfalls aus Kunststoff sein. Die Schale dient - wie der Name schon sagt - zum Baden, aber auch zum Trinken. Der Wasserstand sollte nur so hoch sein, dass das Wasser das Atemloch der Schnecke nicht erreichen kann. Ansonsten könnte die Schnecke ersticken!

Humus oder anderes Bodensubstrat sollte im Becken gegeben sein, da Schnecken sich gern einbuddeln. Daher sollte die Humusschicht so hoch sein, dass eine Schnecke sich fast ganz einbuddeln kann.


Dafür eignet sich am Besten der Humus, den man in solche Blöcken kaufen und mit Wasser aufweichen kann. Ein so ein Block ergibt in der Regel zwischen 7 und 10 Liter.

Doch auch Erde aus dem heimischen Garten kann verwendet werden. Wenn man etwas drauf achtet, wo sich die einheimischen Schnecken dort am Liebsten tummeln, sollte man die Erde von dort nehmen, denn sie wird schon optimale "Schneckenvoraussetzungen" aufweisen.

Das Bodensubstrat für's Terrarium muss aufgekalkt werden! Das ist sehr wichtig, denn der Humus ist so zu sauer. Das mögen die Schnecken nicht und es kann sogar zu Erkrankungen kommen.

Dabei ist es egal, um welches Substrat es sich handelt. Der Boden sollte immer aufgekalkt werden. Dazu nimmt man 1/3 Kalk und 2/3 Humus und mischt beides gut durch.

Sepiaschale (eigentlich für Vögel) ist absolut existentiell bei der Schneckenhaltung! Denn die Schnecken brauchen sie als Grundnahrungsmittel. Wobei die Sepiaschale nicht ernährungstechnisch wichtig ist, sondern um das Gehäuse aufbauen zu können.


Eine Schnecke, die keine Sepiaschale und keinen anderweitigen Kalk angeboten bekommt, kann ihr Häuschen nicht aufbauen und schwere Gehäuseschäden davon tragen bzw. kleinwüchsig bleiben.

Pflanzen sollten schon aus rein dekorativen Gründen im Terrarium nicht fehlen. Ob man sich da für Kunstpflanzen oder echte Pflanzen entscheidet, ist Geschmacksache. Welche Pflanzen geeignet sind, könnt ihr hier nachlesen: Pflanzen


Dekorativ, aber auch, damit die Schnecken etwas zum Klettern haben, sind Äste oder Korkröhren wichtig. Welche Äste man verwenden kann, kann man hier nachlesen: Äste

Ein Thermometer (misst die Temperatur) und ein Hygrometer (misst die Luftfeuchtigkeit) dürfen natürlich auch nicht fehlen, damit man die optimalen Parameter messen kann, die eine Schnecke braucht.


Mithilfe einer Wasserspritze für Pflanzen kann man die gewünschte Luftfeuchtigkeit herstellen. Man sollte das Substrat feucht, aber nicht klatschnass halten. Am Besten ist es, wirklich nur ganz zaghaft zu sprühen und möglichst feinen Sprühnebel herzustellen.

Auch die Schnecken dürfen besprüht werden - sie duschen gern.

Unterschlupfmöglichkeiten werden bei Schnecken auch gut angenommen. Besonders gut geeignet sind halbierte Kunststoffblumentöpfe, die man als Höhle aufstellt.

Moos, Laub und Rindenstücke sind ebenfalls für's Schneckenterra geeignet. Um die Gefahr von Parasiten zu minimieren, empfiehlt es sich, die Gegenstände / Materialien vor Einsatz im Terra für 72 Stunden einzufrieren.



Reinigungsarbeiten

Wasser sollte täglich gewechselt werden. Ebenfalls täglich sollte Kot abgesammelt werden.

Dies kann man sich selbst erleichtern, indem man z.B. kleine Helferlein ins Terra setzt (Regenwürmer, Asseln usw.).

Futterreste sollten ebenfalls täglich entfernt werden, da sie sonst zu schimmeln anfangen können.

Das gesamte Substrat sollte etwa einmal im Monat gewechselt werden.

Je nach Verschmutzung sollte man mit einem feuchten Mikrofasertuch oder Küchenpapier die Scheiben abwischen.

Info: Der Schneckenschleim von Achatschnecken ist nicht mit dem unserer einheimischen Schnecken vergleichbar! Der Schleim der Achatschnecken ist absolut wasserlöslich und lässt sich ganz einfach entfernen.



Welche Pflanzen dürfen ins Schneckenterra?

- Peperomie
-
Zimmerbambus
- Farne

- Bergpalme
-
Birkenfeige
-
Diffenbachie
- Scindapsus 
-
Tradeskanie
-
Flamingoblume
- Philodendron
-
Efeu
-
Efeutute
- Usambaraveilchen
-
Blattbegonie
-
Grünlilie
-
Pfeilwurz
- Fingeraralie
-
Kolbenfaden 
-
Hibiskus 
-
Korbmarante












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© 2009 - 2016 Anna Jedamczyk

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