Schnecken-Infos

Allgemeines

"Gesellschaft ist ein Muss

Um Schnecken artgerecht halten zu können, brauchen sie Gesellschaft. Sie blühen erst richtig auf und sind erst richtig aktiv, wenn sie unter Artgenossen leben. Eine Schnecke ist keine Schnecke.

Ich werde häufig mit so einem ironischen Grinsen gefragt: "Warum brauchen Schnecken Artgenossen? Es ist ja nicht so, als wenn sie miteinander kuscheln oder spielen." Richtig, das tun sie nicht.

Die meisten Schneckenarten begegnen Artgenossen in der freien Wildbahn nur gelegentlich und dann häufig zum Zwecke der Paarung. Die Wissenschaft vermutet jedoch, dass im Schleim der Schnecken - ähnlich wie beim Markieren mit Urin von Säugetieren - Informationen enthalten sind, die bei einer Begegnung ausgetauscht werden.


Wer bereits Schnecken als Haustiere hält, hat sicher schon mal die Erfahrung gemacht, dass die Schnecken sich zusammenrotten, wenn man sie aus dem Terrarium nimmt und an einen Platz setzt. Würden sie die Gesellschaft von Artgenossen nicht schätzen, würden sie in entgegengesetzte Richtungen kriechen. Auf jeden Fall voneinander weg. Es gibt keine Notwendigkeit für sie, sich aufeinander zuzubewegen. Fakt ist aber: Sie tun es. Sie kriechen unter-, über- und nebeneinander her. Früher oder später kleben sie irgendwie alle aneinander fest.

Das war für mich jedenfalls der beste Beweis: Wenn sie die freie Wahl haben und sich von ihren Artgenossen wegbewegen könnten, bewegen sie sich stattdessen aufeinander zu. Ergo: Sie mögen die Gesellschaft von anderen Schnecken.

Zu viele Schnecken in einem Terrarium - also zu starke Besatzdichte - können die Schnecken aber auch stressen. Also besser nicht übertreiben!

   


Anatomie der Schnecke

Das Gehäuse
Da es aus Kalk besteht, brauchen Schnecken eben diesen, um ihr Gehäuse aufbauen zu können. Das Gehäuse kann mitunter richtige Lebenslinien aufweisen. Es schützt den Weichkörper und die Organe vor Verletzungen und Dehydration.

Der Weichkörper
Er besteht aus dem Fuß, dem Mund (inkl. Raspelzunge), den Fühlern und Augen, sowie dem Atemloch und dem Geschlechtsorgan. Die meisten Achatschnecken haben einen Aalstrich auf dem Weichkörper.



Raspelzunge
Die Zunge der Schnecke wird auch Radula genannt. Sie ist besetzt mit mikroskopisch kleinen Zähnchen, womit die Schnecke sich z.B. von einer Karotte winzige Partikel abraspelt.


Diese
mikroskopisch kleinen Zähnchen wachsen ständig nach.

Columella
So nennt man die innere Windung des Gehäuses, wo der Weichkörper aus dem Gehäuse kommt.

Apex
So nennt man die Gehäusespitze. Je nach Art weist er eine unterschiedliche Farbe auf.



Fühler
Die Fühler sind zwei Haut"röhren" am Schneckenkopf. An ihrem Ende sitzen die Augen der Schnecke. Die Fühler kann die Schnecke in den Kopf zurückziehen.

Augen
Die Augen der Schnecke sitzen am Ende der Fühler. Für uns sind sie winzig, aber sie können viel leisten. Sie können sogar Schattenbewegungen wahrnehmen.

Atemloch
Das Atemloch ist auf der rechten Körperseite, unterhalb des Gehäuseüberstandes zu sehen. Wenn die Schnecke entspannt ist, ist es weit geöffnet. Trägt die Schnecke Eier in sich, kann man diese mit viel Glück durch's Atemloch sehen.

Wie der Name schon sagt, atmet die Schnecke durch dieses Loch. Kommt Wasser oder andere Fremdkörper und -substanzen hinein, kann sie ersticken!

Wirbellos
Schnecken zählen weder zu den Säugern, noch zu den Vögeln, noch zu Reptilien, noch zu Amphibien. Sie zählen zu den Wirbellosen. Wie der Name schon sagt, haben sie kein Skellet, keine Wirbel.








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